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Ahnenforschung Birgit Hüttebräucker

Über mein Hobby Familienforschung

Im Jahr 1980 habe ich mich erstmalig mit dem Thema Familienforschung (Genealogie) beschäftigt. Angetrieben durch die pure Neugierde, schickte ich meine erste Anfrage, damals natürlich noch mit der Post, an eine Kirchengemeinde in Gelsenkirchen-Buer. Von dort stammten meine väterlichen Vorfahren. Und dann folgte das, was jeder Ahnenforscher kennt. Man bekommt hier einen Hinweis und dort einen Tipp und schon hat einen der Virus erfasst. Irgendwann stellte sich heraus, dass die Vorfahren meines Vaters in früher Zeit aus dem ehemaligen Westpreußen stammten. Damals waren die Nachforschungen in diesem Gebiet kompliziert und zum Teil mit hohen Kosten verbunden. So führte mich mein Weg dannirgendwann mal nach Wuppertal, in das Forschungszentrum der Mormonen. Dort hatte ich mir einige mikroverfilmte Kirchenbücher aus dem Kreis Stuhm, zur Einsicht bestellt. Bei dieser Aktion landete ich allerdings schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Die Schrift in diesen Büchern war so schwer zu lesen, dass ich die Vorfahren meines Vaters frustriert zur Seite legte und ich mich meinen Herscheider Vorfahren widmete.

Schon aufgrund der örtlichen Nähe, hatte ich viel mehr Möglichkeiten von einem Archiv ins Andere zu kommen. Dementsprechend groß war dann auch der Erfolg bei der Ahnensuche. Über einige Jahre hielt ich die Familiendaten auf Papier fest. Schön sortiert auf einzelnen Familienblättern, füllten sich schnell zahlreiche Ordnern. Glücklicherweise hielt dann auch bei uns zu Hause die Technik, in Form eines Computers, Einzug. Wie sollte es wohl anders sein, war das erste Programm, dass ich mir kaufte, natürlich ein Genealogie-Programm. Was für ein Highlight war es– die gefunden Daten dort einzugeben und das Ergebnis ohne langes blättern von Papierseiten, zu sehen. Logischerweise folgte dann auch bald die erste Ahnensuche im Internet. Damals noch mit einem Modem was ein paar Nachteile mit sich brachte. Die Verbindung war langsam und kostenintensiv. Außerdem wussten immer ganz viele Menschen, wenn ich im Netz unterwegs war, weil dann an unserem Telefon ständig das Besetzt-Zeichen ertönte. Kam dann mal jemand durch, wurde ich gleich mit der Frage begrüßt : “Naaaa - warste wieder auf Ahnensuche”? Zum Glück hat sich die Technik weiterentwickelt.

Irgendwann hatte ich dann den Plan, die zahlreichen Ergebnisse auf einer Homepage zu veröffentlichen. Der Plan war gut, aber die Ausführung war eine Herausforderung. Mit ziemlich wenig Ahnung aber guten Mutes machte ich mich ans Werk. Nach ungezählten Stunden, zahlreichen Fehlversuchen und einigen Programmabstürzen, schickte ich im Jahr 2003 die erste Version von „huettebraeucker-genealogie.de“ in das World Wide Web. Durch die Veröffentlichung meiner Forschungsergebnisse ergaben sich weltweit einige neue Kontakte und manche Lücke in meiner Familienforschung konnte geschlossen werden. Einer der wohl am weitesten entfernten Kontakte dürfte dabei der nach Argentinien sein. Von dort meldete sich ein Mitglied der Familie Hüttebräucker, dessen Vorfahren vor vielen Jahren nach Buenos Aires ausgewandert sind. Aber auch ich konnte einigen Suchenden behilflich sein.

Irgendwie ist es dann aber bei der Familienforschung allein nicht geblieben. Das Hobby, das einmal aus lauter Neugierde entstand, hat sich ganz still und leise in verschiedene Richtungen weiterentwickelt. Die Vorfahren sind mittlerweile im großen Umfang vorhanden aber sicherlich noch nicht komplett. Ob die Ahnenforschung jemals ein Ende findet, bezweifel ich. Durch meine Herscheider Ahnen, habe ich vor Jahren das Interesse an der Geschichte der Gemeinde entdeckt, was dazu führte, dass man mich auch als Mitglied im Geschichts- und Heimatverein findet. Mein Faible für die Familienforschung konnte ich mit der Abschrift der Herscheider Kirchenbücher voll ausleben. Vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2017 habe ich die Familiendaten aus den vorhandenen Kirchenbüchern in ein Genealogieprogramm übertragen. Im Rahmen dieser Aufarbeitung sind jetzt die Daten (Taufen, Heiraten, Verstorbene) aus den Jahren 1733 bis einschließlich 1900 erfasst und soweit es möglich war, in Familien zusammengefasst. Hier erinnere ich mich gut an die ersten Tage und Wochen, als die ersten Kirchenbücher vor mir lagen und ich mich fragte: „Wie verrückt muss man sein um sich so einer Aufgabe zu stellen?“ Letztendlich hat es sich gelohnt. Die Einträge sind wieder lesbar, ich habe noch einen tieferen Einblick in die Geschichte erhalten und das Lesen alter Schriften ist für mich jetzt um ein vielfaches einfacher. Demnach würde ich heute nicht mehr, wie zu Beginn meiner Familienforschung, an den Kirchenbüchern verzweifeln.

Eigentlich könnte ich an dieser Stelle noch so viel über das Hobby, was sich daraus ergeben hat, und zu welchen, manchmal recht lustigen Erlebnissen es geführt hat, schreiben. Dann würde dieser Text allerdings kaum ein Ende finden. Deshalb soll an dieser Stelle der Bericht enden.

Wer noch weiteres über die Familienforschung erfahren möchte, kann mich gerne, direkt anschreiben.

 

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